Gocher Open – Kastell der guten Hoffnung

Freitag, 30. September 2011

Pickepackevoll ist seit 3 Tagen das „Kastell“ in Goch, wo 151 Schachjunkies bei hochsommerlichen Temperaturen das traditionelle „Gocher Open“ bestreiten. 3 GM (Maze, Miezis, Gutman) 1 IM (Podzielny) und 2 FM ( Gawehns,Hintze) sind die Zugpferde für die reinen Amateure, die in großer Front aufmarschiert sind, und nicht unbedingt gewillt sind, ihr Startgeld nur für die Preisgelder der Profis abzuliefern. Fabian Stotyn , Ranglistenplatz 40) brachte das Kunststück fertig, in der 2.Runde Podzielny zu besiegen. Beflügelt von solcher „Heldentat“ blieb er auch in der 3.Runde siegreich.
Irgendwie scheint auch die allgemeine Hackordnung arg ins Wanken geraten zu sein: ELO-Differenzen von ca 300 Punkten geben keine Sicherheit mehr. In Goch herrscht das Fußvolk, und es lohnt sich, bescheiden zu bleiben, und Umsicht walten zu lassen. Zum Beispiel meine bescheidene Performance:
1.Rde: Mühsames Remis gegen Prieto Velasco Rafael (Rang 109). Während ich noch rätsel, welcher sein Vorname bzw. Nachname ist, entgleitet mir die Partie schon frühzeitig, bis der Spanier auch im Endspiel zeigt, dass mein Ranglistenplatz 33 keinen Peso wert ist.
2.Rde: Mein 9-jähriger Gegner Valentin Buckels(Rang 127) spielt leichtfüßig die Eröffnung herunter, so dass meine anfängliche Annahme ins Wanken gerät, dass hier ein ehrgeiziger Vater seinen (überforderten) Eleven ins Rennen schickt („Mitmachen ist Alles!“) Meine Rückfrage beim Turnierleiter, ob denn das Kind ein“Wunderkind“ sei, bestätigt er. Immerhin – wie ich jetzt weiß – ist er amtierender 4. der Deutschen Jugendmeisterschaft U-10. Mit 1 Sieg und 2 Remis bin ich bisweilen sehr zufrieden, da ich trotz eventueller ELO-Einbußen eine starke Gegnerschaft serviert bekam.
Im Folgenden ein paar Impressionen :

Zum Schluß ein Schnappschuß aus meinem PKW. Ich fahre abends nach Hause, also muß es auch ohne Mittagspause im Hotel gehen.

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