Hommage an Woody Allen

Bei der stundenlangen Überlegung, wie denn mein b l o g g

gennant werden möchte, hörte ich schließlich auf zu sinnieren, braute mir einen Senseo-Kaffee zusammen, setzte mich in den ohrenlosen Sessel und starrte erschöpft ins Leeere (Fernsehen).

Irgendwie kam mir plötzlich Woody Allen in den Sinn, den ich immer  um seine hochdotierte Melancholie beneidet habe. Woody Allen, der Perfektionist, der leidenschaftlich unzufriedene N E U R O T I K E R  ließ mich schenkelschlagend -entschlossen wieder an den Pc zurückkehren.

Nach wenigen Handgriffen fand ich das Interview, das er der Zeitschrift GALA im letzten Jahr gegeben hatte, wo er über Schach und Liebe gesprochen hatte:

Gala: Was haben Schach und Liebe denn gemeinsam?

Allen: Auf den ersten Blick nicht besonders viel. Auf den zweiten Blick gibt es da schon Parallelen. Wenn man so will, sind Sex und Liebe eine Art Kunstform. Wie ein Künstler strebt man sein Leben lang nach Perfektion und scheitert immer wieder. Wir haben diese Vorstellung von der perfekten Liebe, die wir nie erreichen werden. Ich bin mit einer Frau ins Bett gegangen, und es war fantastisch. Aber schon kurz darauf dachte ich: Das kann doch nicht alles gewesen sein. Es muss etwas noch Besseres geben, noch besseren Sex. Und so geht es immer weiter und wird zur Obsession. Denn Sex scheint wie das Weltall zu sein: Unendlich. So kann man sich sein Leben lang damit beschäftigen und am Ende zu der Überzeugung gelangen, dass man einiges, aber eigentlich doch nicht viel darüber weiß. Jedem Künstler oder Schachspieler wird es ähnlich ergehen. Diese Erkenntnis hat doch etwas Deprimierendes, oder?"

Genau! Das sind  die Sorgen und Begrenzungen des Schach- und Liebesamateurs, die den Nährboden für satirische, kabarettistische, kurzum für höchst unterhaltsame Betrachtungen bieten.

Als leidenschaftlicher Amateur möchte ich in diesem Sinne – im Allenschen Sinne –  die Liebe (zum Schach) und die daraus enstehenden kuriosen Auswüchse kommentieren…

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